28.6.2018

Presseinfo

28.6.18
Bündnis Auen-Nationalpark zum Internationalen Donautag - Eröffnung durch Staatsminister Dr. Huber morgen: Nationalpark zentrales Instrument für Fortschritte im Auenschutz | Zumeldung zur Presseinfo Bayerisches Umweltministerium 88/2018

Donauwald bei Schloss Grünau
Donauwald bei Schloss Grünau

München, 28.6.2018. Bündnis Auen-Nationalpark zum Internationalen Donautag - Eröffnung durch Staatsminister Dr. Huber morgen: Nationalpark zentrales Instrument für Fortschritte im Auenschutz | Zumeldung zur Presseinfo Bayerisches Umweltministerium 88/2018

Das Bündnis Auen-Nationalpark aus Bürgern der Landkreise und Städte an Donau und Isar und den unterstützenden Naturschutzorganisiationen (Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Gregor Louisoder Umweltstiftung) appelliert anlässlich des Internationalen Donautages am 29.6. und der Donaubereisung von Staatsminister Dr. Huber an die Bayerische Staatsregierung, den laufenden Dialog mit der Bevölkerung vor Ort wieder aufzunehmen und einen Nationalpark in den Donau- und Isarauen auszuweisen. Aus bayernweiten Umfragen der Staatsregierung wissen wir, dass die große Mehrheit der Bevölkerung mehr Naturschutz und einen weiteren Nationalpark will.

Bayerisches Umweltministerium (Presseinfo 88/2018): "Die Donau ist ein einmaliges Naturjuwel und spielt für die Artenvielfalt eine ganz besondere Rolle. 14 Anrainerstaaten veranstalten jährlich den Internationalen Donautag, um auf die Bedeutung dieses einzigartigen europäischen Flusses aufmerksam zu machen. In Bayern wird der Donautag dieses Jahr mit einem zweitägigen Programm in Neuburg und Ingolstadt gefeiert". Umweltminister Dr. Marcel Huber gibt auf der Donauinsel dazu den Startschuss und eröffnet im Anschluss den diesjährigen Donautag.

Ein Auen-Nationalpark  ist ein entscheidender Beitrag zur Umsetzung des Bayerischen Biodiversitätsprogrammes, dessen 10-jähriges Bestehen vor wenigen Wochen gefeiert wurde. Insbesondere im Bereich Wildnisschutz und beim Schutz der Auwäldern finden sich dort in der Umsetzung zahlreiche weiße Flecken, die mit der Einrichtung des Nationalparks geschlossen werden können.

Die Kernbereiche eines Auen-Nationalparks sind die großen zusammenhängenden Auwälder der Donau zwischen Lechmündung und Ingolstadt bzw. der Isar zwischen Freising und Bruckberg. Kernbereiche sind auch die freifließende Donau unterhalb Vohburg mit Weltenburger Enge und die renaturierte Mittlere Isar. Hier findet sich ein enorm hoher Arten- und Lebensraumreichtum sowie zahlreiche charakteristische und auch sehr seltene Arten. Die vorgeschlagenen Auen sind als Nationalpark besonders geeignet: Die in der Diskussion befindliche Kulisse ist zu einem großen Anteil bereits als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen, an der Mittleren Isar und im Bereich der Weltenburger Enge zudem bereits als Naturschutzgebiet. Auch vier besonders wertvolle Naturwaldreservate wären enthalten. Die Kulisse muss die wertvollsten Staatswaldflächen aus rein naturschutzfachlicher Sicht auswählen und alle internationalen Kriterien für einen Nationalpark erfüllen.

Kontakt / Interviews: Claus Obermeier, redaktion@pro-auennationalpark.de, Tel. 089-54212142, oder die regionalen Ansprechpartner.